Kraftsuppe gefällig? – Es ist (mal wieder) bald Fastenzeit nach den Alten Chinesen

Auch wenn jede Kultur andere Wege, Regeln und Zeiten hat, so haben sie doch alle gemeinsam, dass es eine Fastenzeit gibt. Anstatt sich aber mit der nächsten Diät rumzuschlagen und den Körper eher damit zu stressen und nur kurzweilige Effekte zu haben, empfehle ich eine Zeit der Erholung und inneren Stärkung mit Kraftsuppen. Dazu gleich noch mehr. Die Fastenzeit ist eine Zeit, in der man der stetigen Völlerei und der Irrungen und Wirrungen entsagt und sich zur Abwechslung mal seiner selbst besinnt, ob religiös, spirituell oder einfach zur körperlichen Reinigung.

Gerade in diesem Reinigungsaspekt sind sich alle einig. Auf seinen Körper hören und Entspannen.


 

Im alten China trat man diese Reinigungszeit in einem jeden Wechsel der Jahreszeit an. Somit gab es also neben den 4 Jahreszeiten von je 72 Tagen auch 4 Fastenzeiten zwischen ihnen von je 18 Tagen. (Für alle, die mitrechnen: Das ergibt insgesamt nur 360 Tage. Die restlichen 5 Tage des Jahres ist die Zeit zwischen den Jahren ca. Ende Januar, Mitte Februar zur Zeit des Neujahrsfestes in China.)

Jede Jahreszeit hat ihre eigene Qualität und Wirkung. Die ganze Natur, sowie auch der Mensch unterliegen ihren Kräften. Während Frühling und Sommer ganz im Gedeihen, Expandieren, Erblühen und Ernten sind, so sind Herbst und Winter Zeiten des Rückzugs, Verfalls, Loslassens und der inneren Einkehr. Damit jede Qualität, die sich im Außen präsentiert, auch bereichernd und nachhaltig im Inneren aufgenommen werden kann, wird eine Fastenzeit eingelegt, in der man die Kräfte der soeben vergangenen Jahreszeit ganz bewusst Revue passieren lässt und diese in Dankbarkeit abschließt, um dann einen reibungslosen Übergang in die nächste Jahreszeit zu verwirklichen.

Eine Zeit, in der man nicht so sehr durch den Alltag rauschen sollte. (Ein Lebenszustand der eigentlich generell nicht zu empfehlen ist aus bekannten, stressbedingten Gründen, nicht wahr?)

Innerhalb dieser 18 Tage mäßigte man sein gesamtes Verhalten und seine Ernährung, aß weniger, aber bestimmt nicht nährstoffärmer und gönnte seinem Körper, sowie seinem Geist eine Zeit der Besinnung und Erholung, wobei jeder seine Bräuche und Rituale fand.

Vor allem Suppen waren ein beliebtes Gericht, weil sie einfach zuzubereiten und doch hohes Potenzial für wirkliche Nährung des Körpers bieten, je nachdem, welche Zutaten sie beinhalten.

Das Zubereiten einer solchen Kraftsuppe ist denkbar einfach:

Man kocht eine Auswahl seines Lieblingsgemüses, seien es Möhren, Sellerie, Fenchel, Pastinaken, generell Wurzelgemüse aller Art, Wirsing und andere Kohlgewächse, Petersilie usw. usw. und wer möchte, kocht dieses zusätzlich mit einem guten Suppenhuhn oder Rindermarkknochen. Die Chinesen schätzen die Fleischbeigabe nicht nur aus geschmacklichen Gründen sehr, sondern auch als starkes Tonikum für allgemein mehr Energie und Blutbildung. Die Entscheidung sei dennoch jedem selbst überlassen. Viele Vegetarier handhaben es so, dass ihre Ernährung fleischfrei ist, aber die Kraftsuppe mit der essentiellen Fleischbeilage gekocht wird.

Das Entscheidende beim Kochen einer Kraftsuppe ist, dass sie über mehrere Stunden auf eher niedriger Stufe gekocht wird. Die Zutaten geben bei langem Kochen all ihre wertvollen Inhaltsstoffe an die Brühe ab. Am Ende des Kochvorgangs wird das zerkochte Gemüse entsorgt, da alles Wichtige in der Brühe enthalten ist. (Natürlich gehen instabile Vitamine wie Vitamin C, B1, B6 oder Folsäure beim Kochvorgang verloren, aber daher sorgt man ja durch das Essen von frischem Obst und auch rohem Gemüse für eine Ausgewogenheit in der Ernährung.)

Diese Brühe wird zu den Fastenzeiten getrunken, bzw. wird aus ihr dann eine neue Suppe angesetzt. Sie kann natürlich auch für längere Haltbarkeit eingeweckt werden.

Es ist zu empfehlen, beim Kochvorgang keine zusätzliche Gemüsebrühe und auch kein Salz zu verwenden, weil dieses die Mineralienverhältnisse des kochenden Gemüses verschiebt und somit den Geschmack verfälscht. Meistens stellt man am Ende fest, dass man kein Salz in der Suppe möchte, weil der Geschmack des Gemüses und des Fleisches von selbst hervorragend trägt. Wer möchte, kann am Ende immer noch Salz hinzufügen.

In China, aber natürlich auch hier bei uns im Abendland war es nach schwerer Krankheit oder aber im Wochenbett üblich eine heilsame Kraftsuppe zuzubereiten, um bei diesen auszehrenden Zeiten, die hinter einem liegen, bestens zu unterstützen und beim Wiederaufbau der Reserven zu helfen.

Es gibt in Fällen der allgemeinen körperlichen und auch seelischen Schwäche nichts Besseres als eine warme, nährende und heilsame Kraftsuppe!

Nun aber noch eine der Wichtigsten bislang nicht erwähnten Zutaten: Die richtigen Kräuter!

Sie geben nicht nur zusätzlich eine spannende Würze an die Suppe, sondern nochmals wertvollste Wirkstoffe für Kreislauf, Stoffwechsel, Reinigung, Stärkung, Zellregeneration und Aufbau. Viele behaupten, dass die Kräuter sogar den Hauptanteil an der Heilsamkeit ausmachen.

Während es bekannt ist, Petersilie, Majoran, Thymian, Oregano, etc. hinzuzufügen, stelle ich immer wieder fest, dass die Wurzelkräuter definitiv zu kurz kommen. Zu einer wiederaufbauenden Suppe gehören schon seit Anbeginn der Sesshaftigkeit des Menschen bekannte, heilsame Wurzeln wie die von Löwenzahn, Liebstöckl oder Engelwurz dazu.

Deswegen habe ich mir speziell für das Kochen von Kraftsuppen eine besondere Kräuterrezeptur aus diesen und noch weiteren Kräutern zusammengestellt. Sie erhöhen immens die Verdauungskraft, nähren das Blut und die Blutbildung, regen den Leber-Stoffwechsel und Ausscheidungsprozesse an und fördern die Durchblutung, um vor allem Bauch und unteren Rücken, im Chinesischen die Quelle unseres Lebensfeuers zu wärmen.

Sie sind ab sofort bei mir in der Naturheilpraxis an der Quelle in Arzneimittelqualität erhältlich.

Wer sich in dieser wechselhaften Jahreszeit dazu entschließt, eine oder mehrere Kraftsuppen zu kochen oder sich endlich mal eine Aufbaukur gönnen möchte, kann sich bei mir die dafür benötigten Kräuter besorgen neben natürlich noch etlichen Weiteren, die ganz individuell als Tee zusammengestellt werden können. Jeden Montag von 10-19Uhr habe ich bekanntermaßen geöffnet. (Ab Januar auch wieder freitags von 15-19Uhr) Wer nicht in der Lage ist, diese Zeiten wahrzunehmen, kann mich auch persönlich kontaktieren.

Nutzen Sie die Zeit und pflegen Sie sich. Gönnen Sie sich Ruhe und Behaglichkeit und widmen Sie sich den wesentlichen Dingen sowie den Herzensangelegenheiten.

In diesem Sinne wünsche ich einen fantastischen Herbst und besinnlichen Wechsel in den Winter.

Herzlichste Grüße

Constanze Clauss