Frühjahrs – Pollenallergie auf Chinesisch

Die Frühlingsstimmung scheint schon wieder Einzug zu halten. Die Frühblüher sprießen bereits, die Vögel singen am Morgen auffällig fröhlich und die Leute sind doch schon wieder geschäftiger denn je.

Und ziemlich bald müssen sich einige von uns auch schon mit dem Frühjahrs-Heuschnupfen rumschlagen.

Aber warum ist das eigentlich so?

Das Konzept von Allergie und Pollen war damals im Alten China Mangels Mikroskopiertechnik und wegen fehlender Kenntnisse von irgendwelchen Histamin ausschüttenden Abwehrzellen im Körper nicht bekannt.


 

Die Dinge wurden anders erklärt, viel bildhafter oder aber metaphorischer und trotzdem doch einleuchtend und stimmig.

Jetzt zu dieser frühen Jahreszeit, erwacht die Natur wieder zum Leben.

Die Landschaft wird von Winden besucht und mit raschen Wetterwechseln und beginnendem Temperaturanstieg ordentlich in Bewegung gebracht und neu belebt. Die Pflanzen reagieren darauf.

Eine Sache ist klar: Die Pollen von Haselstrauch, Erle, Pappel oder Weide sind bereits sehr früh unterwegs, Gräser und andere Kräuter erst viel später. Die Pflanzen halten sich an ihre Rhythmik. Pollen sind für den Körper also auch immer Anzeiger der Jahreszeit. Hasel, Erle und Co. sagen unserem System also, dass die Natur jetzt in Schwung kommt und der Frühling über die Landschaft streifen wird.

Für die Chinesen ist unser Körper ebenfalls eine Landschaft, die im Frühjahr durch sich ändernde Stoffwechselprozesse dynamisiert wird. Der Körper reagiert auf die Zeichen der Natur und gelangt ebenfalls in Aufbruchstimmung fürs neue Jahr.

So wie in Gewässern durch Wind und die vermehrte Bewegung der Bodengrund und Schlamm aufgewirbelt wird, so geschieht es genauso auch in uns.

Sollten sich in unseren Zellen und Gewebe aber erstaunlich viel sogenannte „trübe Schlacken“ über die Zeit angesammelt und abgesetzt haben, so kommt auch besonders viel „Dreck“ in Bewegung. (Wie gesagt, die Chinesen sind sehr metaphorisch.)

Auf diese ganzen liegengebliebenen Abfallstoffe reagiert dann die körpereigene Abwehr, im Chinesischen Abwehr-Qi oder auch Wei-Qi genannt. (Aussprache Wey Chi, ey wie bei Hey.)

Das Ergebnis: Die Nase juckt und hört nicht auf zu triefen, die Augen meist auch, im Hals und vielleicht auch in den tieferen Atemwegen juckt’s, überhaupt juckt es bei einigen Betroffenen gefühlt überall. Mitunter reinigt sich auch die Haut durch Ausschlag aller Art.

Eine alljährlich unangenehme Angelegenheit.

Bei den Chinesen ist also ein „aufgeschlämmter“ Körper voll von unbrauchbaren Stoffen und unerledigten Angelegenheiten aus dem letzten Jahr dafür verantwortlich, warum wir im Frühjahr dann erneut damit geballt zu tun bekommen. Umso einleuchtender ist es dann, weshalb die Chinesen regelmäßige Fastenkuren einlegen. (Ausführlicher beschrieben nochmal in einem älteren Beitrag über Kraftsuppen: https://www.naturheilpraxis-an-der-quelle.de/2019/10/kraftsuppe-gefaellig-es-ist-mal-wieder-bald-fastenzeit-bei-den-alten-chinesen/)

In diesen Zeiten wird weniger gegessen und der Körper durch verschiedene Kuren von diesen Schlacken gereinigt. Und es ist nicht zu vergessen, dass für die Alten Chinesen die emotionalen Angelegenheiten immer mit eingeschlossen sind. Alles, egal ob physisch oder psychisch Unverdautes, was irgendwo in unseren Körpern eingelagert wird, kommt eines Tages wieder hoch.

 

Ich lege Ihnen daher ans Herz, sich um eine gute innere Reinigung zu kümmern, vor allem wenn Sie zu den Betroffenen gehören. Jetzt zu dieser Jahreszeit mehr denn je. Auch hier im Westen ist schließlich die Frühjahrsfastenkur bekannt.

 

Geeignete Kräuter für Kraftsuppen oder für reinigende und ausleitende Tees sind in meiner Praxis erhältlich. (Tag der offenen Praxis wie eh und je Montags 10-19Uhr)

 

Weitere Tipps zu Reinigung werden in meinem nächsten Beitrag bald folgen.

Eine wunderbare und beschwingte Frühjahrszeit wünscht

Constanze Clauss