SDas Perikard – Die Leibwache des Herzens

Chinesische Organuhr 19 – 21 Uhr

In der chinesischen Medizin sind die Meridiane und die dazugehörigen Organe (sowohl physisch wie metaphysisch) zu bestimmten Uhrzeiten besonders aktiv. So hat jeder der 12 Hauptmeridiane einen Zeitraum von 2 besonders aktiven Stunden am Tag (und 12h später die größte Ruhephase) Schaut man sich dazugehörige Statistiken in der westlichen Forschung an, ergibt es dann auch plötzlich alles Sinn.
Diese 12 Organzeiten pro Tag bilden den immerwährenden natürlichen Kreislauf und Rhythmus in unserem Körper.

 

19 – 21 Uhr ist die Zeit des Perikards.

Dieses uns eher unbekannte Organ Perikard wird im Westen auch als der Herzbeutel verstanden und hat im Chinesischen eine noch viel wichtigere Funktion, als nur eine physische Hülle des Herzens, nämlich auch eine metaphysische, psychische Hülle.
Das Herz, ein so wichtiges und zentral leitendes Organ auch im Chinesischen, muss von den Einflüssen im Außen geschützt werden.
Der Kaiser hat sozusagen einen Leibwächter, der bereits an den Pforten zum Thronsaal steht und ihn hingebungsvoll bewacht. Das ist das Perikard.

Perikard schützt unser Gemüt vor zu starken Einflüssen von Außen, lässt nur die wirklich wesentlichen Dinge durch und lässt wiederum die wichtigen Botschaften des Herzens hinaus.
Ist ein Perikard schwach, ist der Leibwächter schwach und uns nimmt jede starke Gefühlsregung von Mitmenschen viel zu sehr mit, weil keine gesunde Abgrenzung stattfindet. Jedes Ereignis erschüttert das Herz, sorgt für schlaflose Nächte, Unruhezustände, sogar Wahnsinn.

Ein Perikard-Leibwächter kann aber auch viel zu starr und verhärtet sein, weil er vielleicht schon viele Narben in zahlreichen Schlachten davontragen musste oder er von einem angsterfüllten Herz-Kaiser  die Anweisung bekommen hat, die Tore so fest wie nur möglich zu verschließen. Dann werden Menschen als komplett gefühlskalt wahrgenommen. Nichts berührt einen. Nichts dringt zu einem durch. Das Herz kann nicht mit Außen in Kontakt treten und verkümmert. Man wirkt irgendwie abgeschnitten von seinen Emotionen, fühlt sich vielleicht auch so.
Dies zu heilen bedarf manchmal eines langen Prozesses, bei dem es viel um Vertrauen und Heilung von Angst geht.

Wir wollen unser Perikard immer genau richtig durchlässig behalten. Das Leben soll unser Herz und uns bewegen und bereichern, aber einen nicht überrollen. Das Herz soll sich immer ausdrücken können, vor allem wenn es um die wichtigen Angelegenheiten im Leben geht. (Und von denen gibt es reichlich.) Und wir wollen in Verbindung mit Menschen treten, uns aber auch von Destruktivität abgrenzen.

Zurück zur Organuhr: Da das Perikard am Abend am aktivsten ist, liegt es nahe, dass das auch die „kuscheligste“ Zeit ist. Wollen wir das Perikard nähren und stärken, ist zusammensitzen beim Abendessen und Miteinander Kuscheln am ehesten angebracht bzw. ist man zwischen 19 und 21 Uhr am ehesten empfänglich. Zeit sich schöne Geschichten zu erzählen, einander zu berühren und in die Augen zu sehen. Über all dies wacht das Perikard und möchte stets angeregt und ein treuer Diener sein. Verletzungen um diese Uhrzeit können uns vielleicht sogar dann besonders hart treffen und erschüttern, aber ebenso ein klärendes und versöhnendes Gespräch.

Denke beim Herzen und seiner Öffnung also in Zukunft auch an seinen liebevollen Beschützer.

Behüten wir ihn, indem wir selbst in unserem Leben schauen, was wir uns noch zumuten wollen und was nicht, was wir durchlassen und was nicht. Und pflegen wir ihn in den gemütlichen Abendstunden mit seinen Lieben.

Ein angstfreies Herz und ein starkes Perikard braucht es, um jede Spaltung zu überwinden und das Leben in vollen Zügen genießen zu können.

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